Professioneller Hand-Windmesser Windie 360 neben anderen Bauarten von Windmessern

Ein Windmesser ist das wichtigste Windwerkzeug beim Segeln, Kitesurfen, Windsurfen und in jedem anderen Windsport. Er zeigt dir, welche Segel du brauchst, ob es sicher ist rauszufahren und, für Wettfahrtleiter, ob eine Wettfahrt überhaupt starten kann.

Wir haben uns die vier Bauarten angesehen, die es in der günstigen Preisklasse gibt, und sie danach verglichen, was auf einem Boot wirklich zählt: Genauigkeit bei drehendem Wind, Bedienung mit einer Hand, Haltbarkeit, Batterien und wie schnell du einen Wert ablesen kannst.

Die vier gängigen Bauarten von Hand-Windmessern

Fast jeder günstige Hand-Windmesser, also einer, der weniger als etwa 100 Euro kostet, gehört zu einer von vier Bauarten. Alle messen die Windgeschwindigkeit, aber auf einem Boot verhalten sie sich sehr unterschiedlich.

1. Windmesser mit offenem Flügelrad

Ein kleines Flügelrad vorne an einem schmalen Gehäuse. Diese Geräte sind billig und weit verbreitet, aber das Flügelrad muss genau in den Wind zeigen. Drehst du es 20 oder 30 Grad aus dem Wind, sinkt der Messwert. Oft brauchen sie eine Kappe, die das Flügelrad in der Tasche schützt.

2. Aufklappbare oder zweiteilige Windmesser

Der Sensor wird vor dem Messen aus einem Gehäuse geklappt oder aus einer Hülle geschoben. Der Sensor ist so gut geschützt, aber zum Öffnen brauchst du meist zwei Hände. Das ist ungünstig, wenn du steuerst oder dich festhältst.

3. Windmesser zum Einstecken ins Smartphone

Ein kleiner Rotor, der in den Kopfhörer- oder Ladeanschluss des Handys gesteckt wird und mit einer App arbeitet. Leicht und billig, aber du brauchst das Handy an Deck, einen passenden Anschluss und eine funktionierende App.

4. 360-Grad-Schalenkreuz-Windmesser

Schalen drehen sich auf einem Rotor in einem Schutzkäfig. Weil die Schalen den Wind von allen Seiten auffangen, hängt der Messwert nicht davon ab, wohin du den Windmesser hältst. Der Windie 360 gehört zu dieser Bauart.

Direkter Vergleich

Was auf dem Wasser zähltWindie 360 (Schalen)FlügelradAufklappbarHandy-Aufsatz
Misst richtig, ohne in den Wind gerichtet zu werdenJaNeinMeist nichtNein
Mit einer Hand einsatzbereitJaMeistensNeinNein
Sensor ohne Kappe geschütztJa, im KäfigNeinJaNein
Gängige BatterienAAAOft KnopfzellenUnterschiedlichHandy-Akku
Austauschbarer SensorkopfJaSeltenSeltenNein
Funktioniert ohne Handy oder AppJaJaJaNein

Das ist ein Vergleich typischer Bauarten, nicht bestimmter Modelle anderer Hersteller. Einzelne Produkte können abweichen.

Fünf Punkte, die du vor dem Kauf prüfen solltest

1. Genauigkeit bei drehendem Wind

Auf einem fahrenden Boot ändert sich die Windrichtung ständig. Ein Windmesser, der ausgerichtet werden muss, zeigt zu wenig an, sobald du ein paar Grad daneben liegst, und meist weißt du nicht, um wie viel. Ein 360-Grad-Windmesser beseitigt diesen Fehler. Deshalb nutzen Wettfahrtleiter ihn lieber für Entscheidungen über Start und Startverschiebung.

2. Bedienung mit einer Hand

Auf dem Wasser ist immer eine Hand beschäftigt: an der Pinne, am Funkgerät, an einer Flagge oder an der Reling. Wähle einen Windmesser, den du mit einer Hand herausnehmen, ablesen und wieder wegstecken kannst. Der Windie 360 liegt gut in der Handfläche und hat keinen Deckel, den du öffnen musst.

3. Haltbarkeit in der Ausrüstungstasche

Windmesser liegen in nassen Taschen zusammen mit Schäkeln, Signalhörnern und Flaggen. Achte auf einen Sensor, der durch einen Käfig oder ein Gehäuse geschützt ist. Prüfe, ob sich der Kopf austauschen lässt, damit ein einziger Stoß nicht gleich einen neuen Windmesser bedeutet.

4. Batterien, die du überall bekommst

AAA-Batterien gibt es in fast jedem Hafenladen der Welt. Knopfzellen und spezielle Akkus sind auf einer Regattareise schwerer zu finden. Der Windie 360 läuft mit einem Satz AAA-Batterien etwa 40 Stunden.

5. Messgeschwindigkeit

Für Entscheidungen bei Böen willst du jede Sekunde einen neuen Messwert, und die stärkste Böe soll leicht zu erkennen sein. Träge mittelnde Windmesser verstecken genau die Böen, die für die Sicherheit am wichtigsten sind.

Unser Fazit

Wenn du meistens an Land von einem festen Standort aus misst und das Ausrichten dich nicht stört, ist ein Flügelrad-Windmesser eine faire günstige Wahl. Wenn du vom Boot aus misst, eine Hand frei brauchst oder Entscheidungen triffst, auf die sich andere verlassen, ist ein 360-Grad-Schalenkreuz-Windmesser wie der Windie 360 die sicherere Wahl.

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Häufige Fragen

Welche Bauart von Hand-Windmesser ist zum Segeln am genauesten?
Auf einem Boot ist ein 360-Grad-Schalenkreuz-Windmesser meist am zuverlässigsten, weil er gleich misst, egal in welche Richtung du ihn hältst. Flügelrad-Windmesser können auch genau sein, aber nur, wenn sie genau in den Wind gerichtet sind.
Was ist der Unterschied zwischen einem Schalenkreuz- und einem Flügelrad-Windmesser?
Ein Schalenkreuz-Windmesser hat Schalen auf einem Rotor, die den Wind von jeder Seite auffangen. Ein Flügelrad-Windmesser hat ein Flügelrad, das in den Wind zeigen muss. Schalen sind auf einem fahrenden Boot einfacher; Flügelräder findet man oft bei günstigen Geräten und bei Messgeräten für Lüftungs- und Klimatechnik.
Wie viel sollte ein guter Hand-Windmesser kosten?
Ein zuverlässiger Windmesser zum Segeln kostet meist zwischen 50 und 100 Euro. Darunter solltest du den Schutz des Sensors und die Art der Batterien genau prüfen.